22. Oktober 2025 | Studio Box, Theater Erfurt
Am 22. Oktober 2025 fand das 9. Erfurter Implantologieforum als Gemeinschaftsveranstaltung der Praxis Dr. Popp, Dr. Gürtler & Kollegen sowie
der Gemeinschaftspraxis Dres. Böttcher, Prochnau, Klockmann & Herzog statt.
Unter dem Motto „Praxis-Update“ folgten 132 Teilnehmer unserer Einladung
– ein deutliches Zeichen für die hohe Relevanz der gewählten Themen.
Dr. Tobias Gürtler eröffnete die Veranstaltung im stilvollen Ambiente der Studio Box des benachbarten Theater Erfurt. In seinem Vortrag „Probleme und Lösungen aus dem Praxisalltag“ beleuchtete er Herausforderungen beim Informationsaustausch zwischen Praxen aufgrund unzureichender Digitalisierungsprozesse sowie deren Auswirkungen auf die Patientenversorgung. Zudem diskutierte er anhand klinischer Fälle diagnostische und therapeutische „Fallstricke“ aus der täglichen Praxis.
Dr. Franziska Barz-Popp präsentierte in „Parodontitistherapie im Spiegel der DMS VI: Aktuelle Bedeutung und praxisnahe Fallbeispiele“ neueste wissenschaftliche Ergebnisse der 6. Deutschen Mundgesundheitsstudie. Sie zeigte überzeugend
die Wechselwirkungen zwischen Parodontal- und Allgemeinerkrankungen sowie
die enorme Bedeutung prophylaktischer Maßnahmen. Anhand eigener Langzeitbehandlungen belegte sie das Potenzial parodontal-chirurgischer Therapien.
Prof. Dr. Horst Popp stellte in seinem Vortrag die Herausforderungen bei der implantatprothetischen Versorgung multipler Nichtanlagen bleibender Zähne vor.
Er betonte die Notwendigkeit einer frühzeitigen, interdisziplinären Diagnostik und individuellen Behandlungsplanung. Implantatgetragene Versorgungen haben sich als langfristig erfolgreich und lebensqualitätssteigernd etabliert – erfordern jedoch besondere Expertise.
Als Gastreferentin begeisterte Prof. Dr. Maximiliane Schlenz-Helmke vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein mit ihrem Vortrag „Klassik trifft Digital: Implantatprothetik im Wandel zwischen analogem und digitalem Workflow“.
Sie zeigte praxisnah die Chancen und Grenzen digitaler Prozesse und hob die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit für nachhaltige Behandlungsergebnisse hervor.
Zwischen den Vorträgen nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zum fachlichen Austausch bei einem Imbiss. Die Veranstaltung zeichnete sich durch lebhafte Diskussionen und eine durchweg positive Resonanz aus – ein gelungenes Forum für Wissenstransfer und kollegiale Vernetzung.